Nachhaltige Lichtgestaltung für einen Ort zwischen Geschichte und Zukunft.
Mit der Neugestaltung ihrer Ortsmitte stellte sich die Gemeinde Scheyern einer anspruchsvollen Aufgabe. Sie wollte den historischen Kern zu bewahren, neue Nutzungsmöglichkeiten zu schaffen und die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum deutlich zu erhöhen – für Bürger:innen ebenso wie für Gäste. Der Charakter und Charme des Ortes sollten dabei unbedingt erhalten bleiben.
Aus einem versiegelten Parkplatz wurde ein lebendiger Treffpunkt. Die Gemeinde Scheyern hat mit ihrer neuen Ortsmitte ein Vorzeigeprojekt für nachhaltige Stadtgestaltung geschaffen. Historische Bausubstanz, neue Architektur und moderne Nutzungsmöglichkeiten fügen sich zu einem harmonischen Ensemble, das Identität stiftet und Gemeinschaft fördert.
Im Mittelpunkt steht die denkmalgerecht sanierte Waldbauernschule von 1568, heute Bürgerhaus mit Café, Volkshochschule und Bürgersaal. Ergänzt durch Neubauten wie Rathaus und Bibliothek entstand ein offener Platz für Märkte, Begegnung und Kultur.


„Die Neue Ortsmitte Scheyern ist ein Raum, der durch seine unaufgeregte Natürlichkeit besticht – fest in der Tradition verwurzelt und gleichzeitig offen für die Zukunft. Sie vereint auf harmonische Weise Geschichte und Moderne und schafft einen lebendigen Treffpunkt für die Bürger von Scheyern.”
Architekten Michael Deppisch und Sebastian Falkner, Deppisch Architekten


In der Bibliothek kamen ringförmige Pendelleuchten vom Typ »berliner ring« (Inlight, Direct und Indirect) zum Einsatz, mit direkter und indirekter Lichtabgabe, in Größen von 600 mm, 800 mm, 1.000 mm und 1.200 mm, abgependelt in variierenden Abhänghöhen. Sie sorgen für eine gleichmäßige, blendfreie Grundbeleuchtung, die die Nutzung als ruhiger Arbeits- und Aufenthaltsort optimal unterstützt.
„Die ‚Neue Ortsmitte Scheyern‘ verbindet städtebauliche Integration, zeitgemäße Architektur und eine starke identitätsstiftende Komponente. Uns war es wichtig, nicht nur einen funktionalen Ort zu schaffen, sondern einen Raum für Begegnung, Teilhabe und regionale Verankerung. Dieses Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne macht das Projekt für uns besonders.“
Architekten Michael Deppisch und Sebastian Falkner, Deppisch Architekten
Für die Beleuchtung setzte die Gemeinde auf mawa, bekannt für präzise gefertigte Leuchten und Sonderlösungen. Gemeinsam mit Deppisch Architekten entstand ein Lichtkonzept, das Funktionalität, Ästhetik und Nachhaltigkeit verbindet und Architektur sichtbar macht, ohne sich aufzudrängen.




In den Fluren und Treppenhäusern wurden speziell angefertigte »one piece 8« Wandleuchten installiert, ergänzt durch »wittenberg 4.0« Downlights zur gezielten Akzentuierung von Türbeschriftungen. Diese Sonderlösung schafft Orientierung, gliedert die Verkehrsflächen visuell und bringt zusätzliche Tiefe in die Raumwirkung.
Im Cafébereich schaffen »one piece 8« Leuchten eine warme, einladende Atmosphäre. Ihre klare Geometrie und zurückhaltende Erscheinung passen sich unaufdringlich in das historische Ambiente ein, während sie gleichzeitig eine angenehme, gleichmäßige Grundbeleuchtung liefern.


„Die Zusammenarbeit war von Anfang an partnerschaftlich, lösungsorientiert und geprägt von einem hohen Maß an gegenseitigem Verständnis. In regelmäßigen Abstimmungen konnten wir technische Details, Lichtwirkungen und Designanpassungen effizient und zielgerichtet umsetzen. Besonders bei Sonderlösungen war die Kommunikation mit dem Team von mawa von großem Mehrwert.”
Architekten Michael Deppisch und Sebastian Falkner, Deppisch Architekten


Die maßgeschneiderten Lösungen von mawa tragen entscheidend dazu bei, die Balance zwischen Tradition und Moderne zu halten. So entstand eine nachhaltige Beleuchtung, die Geschichte respektiert, Zukunft denkt und die Ortsmitte von Scheyern in neues Licht taucht.
„mawa bietet Produkte, die ein hohes Maß an gestalterischer Klarheit mit modernster Lichttechnik verbinden. Besonders geschätzt haben wir die Fähigkeit zur Individualisierung innerhalb bestehender Produktlinien – ein Aspekt, der uns erlaubte, spezifisch auf architektonische Anforderungen zu reagieren, ohne Kompromisse in Design oder Technik eingehen zu müssen.”
Architekten Michael Deppisch und Sebastian Falkner, Deppisch Architekten
Die Neugestaltung der Ortsmitte Scheyern wurde im Jahr 2025 mit dem „Preis für Baukultur der Metropolregion München“ ausgezeichnet. Diese Ehrung würdigt das Projekt nicht nur als gelungenen Beitrag zur Architektur, sondern auch als eine Lösung, die die Region zukunftsfähig gestaltet. Durch die Kombination aus sensibler Denkmalpflege und innovativer Architektur wurde ein Raum geschaffen, der sowohl historischen Wert als auch moderne Nutzbarkeit vereint.

