Foto: Till Schuster
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Universitätsbibliothek TU Chemnitz

Leuchtende Linien zwischen Tradition und Moderne in der Alten Aktienspinnerei

Beste Bedingungen zum Lesen und Lernen findet man seit 2020 im Gebäude der Alten Aktienspinnerei in Chemnitz.

Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet, war sie damals eine der modernsten Spinnerei-Anlagen Sachsens. Nach wechselvoller Geschichte mit steter Umnutzung, Kriegsbeschädigung, Leerstand, Verfall und Abriss-Überlegungen, reifte der Gedanke diese Chemnitzer Ikone der industriellen Revolution als Zentralbibliothek der Technischen Universität zu nutzen. Entstanden sind mehr als 11.000 qm Magazin- und Freihandfläche mit über 700 Arbeitsplätzen.

Individuell gefertigte Leuchten von mawa erhellen weite Teile des Hauses. Dabei werden sie einem breiten Nutzungsspektrum gerecht und bestehen im Kontext anspruchsvoller Denkmalsanierung.

Bauherr

Freistaat Sachsen, Sächsisches Staatsministerium der Finanzen
Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien und Baumanagement

Architekt

ARGE Aktienspinnerei Chemnitz Lungwitz, Dresden
Heine Mildner, Dresden
Rabe, Berlin

Technische Ausrüstung

INNIUS GTD GmbH, Dresden
TEAMPLAN Ingenieure GmbH, Leipzig

Projektleitung mawa

Dirk Salewski
Marco Schölzel

Leistungsumfang

36 × Anbauleuchte mit PMMA-Diffusor
als Einzellinie, L 1200 × B 40 × H 55 mm

36 × Anbauleuchte mit PMMA-Diffusor
als Einzellinie, L 1200 × B 40 × H 55 mm, mit Notlicht-Überwachungs-Modul

58 × Anbauleuchte mit PMMA-Diffusor
als Einzellinie, L 1500 × B 40 × H 55 mm

39 × Anbauleuchte mit PMMA-Diffusor
als Einzellinie, L 1500 × B 40 × H 55 mm, mit Notlicht-Überwachungs-Modul

9 × Anbauleuchte mit PMMA-Diffusor
in 3er-Anordnung, L 600 × B 240 x H 55 mm

18 × Anbauleuchte mit PMMA-Diffusor
in 3er-Anordnung, L 600 × B 240 x H 55 mm, mit Notlicht-Überwachungs-Modul

34 × Anbauleuchte mit PMMA-Diffusor
in 10er-Anordnung, L 1200 × B 1200 × H 55 mm, mit Notlicht-Überwachungs-Modul

376 × potsdam Arbeitsplatzleuchte po 1

76 × potsdam Arbeitsplatzleuchte po 1
30mm höher als Standardausführung

Foto: Till Schuster
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Licht, Licht, Licht

Bei der Anordnung der Arbeitsplätze bemühten sich die Planer stets um Tageslichtnähe.

Besonders eindrucksvoll gelungen ist das im zentralen Lesesaal.
Hier sorgen sowohl die imposante Tageslichtdecke als auch die Tischleuchten potsdam für ideale Arbeitsbedingungen.

Foto: Till Schuster

Moderne Interpretation

Im Obergeschoss befindliche Plätze gruppieren sich ebenfalls um das tageslichtdurchflutete Zentrum des Mittelbaus und werden rückseitig durch ein festes Wandregal begrenzt. 

Dem Rhythmus der darüber befindlichen Akustikdecke folgen lineare Leuchten. Ihre diffuse Abstrahlcharakteristik konzentriert sich im Vergleich zur klassischen Leuchtstofflampe ausschließlich auf den unterseitigen Halbraum und sorgt so für besonders effiziente Allgemeinbeleuchtung.

Foto: Till Schuster

In Reihe

Aneinandergereiht beleuchten sie die im Untergeschoss befindlichen Garderoben.

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Gruppiert

In der Eingangshalle entschieden sich die Planer die Gestaltung der kassettierten Decke aufzugreifen und zehn lineare Einzelleuchten auf einer quadratischen Grundkonstruktion zusammenzufassen.
Die Herausforderung bestand darin, die Konstruktion klappbar auszuführen, um rückseitig positionierte Lüftungs- und Lautsprecherkomponenten warten zu können.

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Oder verkleinert

Im Treppenhaus wiederholt sich das Gestaltungsprinzip in reduzierter Größe mit drei verkürzten Lichtlinien.

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Die gelungene Symbiose aus historischer Bausubstanz und moderner Nutzung vereint heute die zuvor auf sechs Standorte verteilte Bibliothek.

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